Kategorie: Arbeit
28.03.2011

Tagebuch aus der Arbeitslosigkeit

Heute hat meine Frau bereits ihr Probezeitgespräch. Obwohl sie sich schier aufhängt in ihrem Job, sind wir beide sehr gespannt was dieser Tag so bringt. Das Zwischengespräch vor dem Ablauf der Probezeit kennt dieses Unternehmen nicht und die Feedbackkultur fehlt auch vollends. Es ist also alles andere als gesagt, dass sie auch nach dem Ablauf der Probezeit noch angestellt ist. Aufgrund der ständigen Ueberarbeitung und fehlenden Unterstützung wünsche ich mir zwar manchmal, dass das Unternehmen sie gar nicht behalten würde. Doch auf der anderen Seite brauchen wir ihr Einkommen, so lange ich nichts gefunden habe. Da haben wir nun den Disput zwischen "Gesundheit" und "Geld". Grundsätzlich sage ich "Gesundheit", doch ist das Grundbedürfnis "Geld" stärker, weil ich immer noch die Hoffnung habe, dass dies mit der Ueberbelastung bald abnimmt. Langer Rede kurzer Sinn: Sie hat die Probezeit bestanden und îst nun festangestellt mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist. Betreffend der chronischen Ueberarbeitung sichern sie ihr Unterstützung zu. Zur Zeit sind es nur Worte, hoffen wir, dass nun auch noch die Taten folgen.


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Kategorie: Arbeit
15.03.2011

Da es bei mir mit diesen Festanstellungen einfach nicht klappen will, mache ich mir ernsthaft Gedanken, mich mit diversen Mandatsjobs selbständig zu machen. Aufgrund meiner breiten Berufserfahrung wäre ich doch gerade für kleine Unternehmen, welche sich keinen vollamtlichen Headcount für diesen Bereich leisten können, die richtige Lösung. Irgendwie klingt das für mich sehr gut und ich bin ein Moment "Feuer und Flamme". Doch dann drückt bei mir wieder der Realist und Betriebswirtschafter durch. Wo fange ich denn an? Wer gibt mir die ersten Jobs? Was mache ich, wenn das Mandat ausgelaufen ist? Wieviele Unternehmen kenne ich, welche genau einen solchen wie mich brauchen können? Diese und noch weitere Fragen lassen mich bereits wieder zweifeln und ich stelle konsterniert fest, dass ich nicht der Risikofreudige bin und die Selbständigkeit für mich nicht der geeignete Weg ist.
 


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Kategorie: Arbeit
21.02.2011

meine Frau ist vom Regen in die Traufe gefallen. Der neue Job hat sie total vereinnahmt. Klar in der Probezeit will man zeigen, was man drauf hat und macht mehr als Dienst nach Vorschrift. Doch morgens um 6.30 Uhr starten und abends so gegen 21.00 Uhr nach Hause kommen, ist definitiv zuviel. Weil das nicht ausreicht, um das riesige Arbeitspensum bewältigen zu können, sind auch noch die Wochenenden angesagt. Anfänglich hat sie mich beschwichtigt und mir gesagt, dass dieser Zustand nur noch bis nächste Woche andauern werde und anschliessend wieder alles normal sei. Dieser Zustand mit den überlangen Arbeitszeiten ist jedoch bereits über Wochen so und eine Besserung ist nicht in Sicht. Ich stelle dafür fest, dass der Allgemeinzustand meiner Frau immer schlechter wird. Sie verneint das. Dies alles beschäftigt mich extrem. War es doch ich, welcher sie in diese Situation gebracht hat. Ich, ganz alleine ich, welcher es nicht auf die Reihe kriegt einen Job zu finden, fühle mich verantwortlich dafür. Dieses neue Einkommen sollte mich eigentlich beflügeln bei meiner Jobsuche, doch macht es mich im Gegenteil noch viel nachdenklicher.


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Kategorie: Arbeit
14.02.2011

heute um 18.00 Uhr haben wir vereinbart, dass wir uns Feedback zum Vorstellungstermin geben würden. Pünktlich läutete das Telefon. Ich begann mit meinem Feedback und lobte das bisher Erlebte in den höchsten Tönen. Ich war mir jedoch auch sicher, dass das ihrige Feedback nicht ganz so euphorisch ausfallen würde. Umso überraschter war ich, als sie sich genauso begeistert von mir zeigten. Gerne würden sie nochmals mit mir zusammenkommen, so dass ich nochmals 2-3 wichtige Mitarbeiter in diesem Kleinstunternehmen kennenlernen würde. Ich habe nicht nachgefragt, doch habe ich schon mal wohlweislich einen halben Tag für dieses Interview eingeplant.


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Kategorie: Arbeit
19.01.2011

Mein Gefühl hat mich nicht im Stich gelassen. Heute habe ich einen Vorstellungstermin bei dieser IT-Firma, wo ich meine ganze Berufserfahrung einbringen kann. Normalerweise rechne ich mit einer Stunde für ein solches Gespräch. Das ganze hat über 4 Stunden gedauert. Einerseits finde ich das gut, weil gerade in einer kleinen Firma die Mitarbeiterwahl so entscheidend ist und sie es deshalb sehr ausführlich machen. Andererseits hätte ich es begrüsst, wenn mir das vorgängig irgendwie angekündigt worden wäre, dann hätte ich nachstehende Termine schon im vornhinein verschoben. Ungewohnt und irgendwie cool fand ich, dass die Interviewer (es waren insgesamt 4) mir gleich das "Du" angeboten haben. So gab es irgendwie gleich eine vertraute Atmosphäre. Als international agierendes Unternehmen haben sie auch meine Fremdsprachenkenntnisse getestet. Englisch ging gut, Französisch eher weniger. Nun gut, nach 4 Stunden war alles vorbei und wir vereinbarten, uns in ein paar Tagen ein entsprechendes Feedback zu geben. Ich war begeistert, hatte allerdings aufgrund meiner "schlechten" Performance bei den Fremdsprachen eher ein schlechtes Gefühl.


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